Im Rahmen meiner Forschung zu Erinnerungskultur und Geschichtspolitik im östlichen Europa hatte ich kürzlich die Gelegenheit, gemeinsam mit Katja Makhotina und einer Gruppe Studierender der Universität Erlangen-Nürnberg nach Riga und Liepāja zu reisen. Vor Ort besuchten wir zahlreiche historische Orte, Museen und Gedenkstätten, darunter die Okkupationsmuseen in Riga und Liepāja, das Kriegsmuseum, das Jüdische Museum und das private Ghetto-Museum. Weitere Stationen waren der Wald von Rumbula, die Erinnerungslandschaft in Salaspils, das Lipke-Memorial und der Gedenkort der Massenerschießungen am Strand von Šķēde.
Besonders eindrücklich war die Reise nicht zuletzt durch die winterlichen Bedingungen – Schnee und ein kalter Ostwind prägten die Wahrnehmung der Orte in besonderer Weise.
Die Exkursion wurde von Ilja Lenski, dem Direktor des Jüdischen Museums, begleitet, dessen kenntnisreiche und anregende Führungen wichtige und nachhaltige Einblicke ermöglichten.
Für meine eigene Forschung – insbesondere vor dem Hintergrund meiner intensiven Beschäftigung mit Litauen im vergangenen Jahr – hat die Reise wertvolle neue Perspektiven eröffnet, die nun in meine weiteren Arbeiten einfließen werden.
Foto: K. Janeke, Kriegsmuseum Riga

